Bücher


In dieser Rubrik stellen wir Ihnen die Ergebnisse unserer Arbeit vor. Ein Buch zu erstellen, bedeutet, Inhalte zu finden, Recherchen zu erstellen, Gespräche mit Zeitzeugen zu führen und aufwendige Archiv-Arbeit zu betreiben. Daher dauert es von der ersten Idee bis zur Umsetzung und Fertigstellung manchmal Jahre.


Geschichte der Gemeinde Kierdorf


Diese von sehr vielen Bürgern mit Spannung erwartete Chronik berichtet über die Entwicklung der früher selbständigen Gemeinde Kierdorf. Sie ist das Ergebnis jahrelanger aufwendiger Recherchen des Autors, unterstützt von einigen Mitgliedern des Geschichtskreises Kierdorf 2001 e.V.
Es finden sich Antworten auf die Frage: Was ist Geschichte -wo fängt sie an– wo hört sie auf?
Anhand von Texten und reichhaltigem Bildmaterial wird die Entwicklung bedeutsamer Lebensbereiche der Bürger dargestellt, wie Wohnen und Arbeiten, Einflüsse der Gemeindepolitik, das Vereins-und Geschäftsleben, Schule und Kirchen, Bauen und Infrastruktur früher und heute und vieles mehr.

So wie sich unsere Gesellschaft ständig wandelt, so hat die früher selbständige Gemeinde Kierdorf sich zu einem Stadtteil von Erftstadt entwickelt. Daher ist diese neue Chronik keine Fortschreibung der bisherigen Chronik von Peter Simon(1940), sondern dank des großen Engagements ist sie ein eigenständiges Werk geworden. Preis 21€

Wir wünschen den Lesern viele neue Erkenntnisse und sind der Meinung, dass Lesen wieder Spaß machen kann.


Unsere Schule in Kierdorf


Geschichte der ehemaligen Volksschule und heutigen Grundschule
Durch die geschichtliche Bedeutung der sehr alten Kierdorfer Pfarrgemeinde und die Doppelfunktion von Küster- und Schulmeisteramt wurde in Kierdorf schon im 16. und 17. Jahrhundert Unterricht erteilt, wie Visitationsberichte belegen. Starke Lehrerpersönlichkeiten prägten viele Schülergenerationen im jeweiligen Zeitgeist während der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit. Sie hinterließen bei den jeweiligen Zeitzeugen deutliche Spuren. Die Geschichte der Kierdorfer Volksschule endete im Jahre 1968, als durch die Neuordnung des Volksschulwesens in NRW Kierdorf eine Grundschule erhielt und die Schüler des 5. – 8. Schuljahres fortan die Hauptschule in Liblar besuchten. Wegen rückläufiger Schülerzahlen wurden die Köttinger Kinder ab dem Schuljahr 1978/79 der Kierdorfer Grundschule zugeordnet. Der im Buch weit gespannte Bogen von den Anfängen der Kierdorfer Schule bis in unsere Gegenwart zeigt die gewaltige Entwicklung und Veränderung unseres Schulwesens vom „Unterrichtsdrill zur Schülerselbsttätigkeit“. Dem schon reichlich bebilderten Text folgt ein Bildanhang von ca. 50 Fotos von Schülerklassen und Klassentreffen mit jeweiliger Namensnennung der einzelnen Personen.
Das Buch, mit 156 Seiten Kierdorfer Schulgeschichte, vielen überarbeiteten Abbildungen, in Hardcover gebunden, gehört zum Standardwerk Kierdorfer Geschichte. Sonderpreis 10€


Kierdorf-Wiege des Rheinischen Braunkohlebergbaus


Als Chronist der bedeutendsten Epoche der Kierdorfer Geschichte schildert Bert Rombach die Entstehungszeit der Braunkohle über Jahrmillionen, ihre Entdeckung als nutzbares Heizmaterial und die äußerst mühsame, gefährliche und langwierige Geschichte von der Gewinnung des Turff, über den schwierigen technischen Entwicklungsprozess bis hin zur optimalen Verwertbarkeit der Braunkohle als Brikett. Kierdorf, wo zuerst im Rheinischen Revier gewerbsmäßig nach Turff gegraben wurde, spielte als Wiege der Rheinischen Braunkohle eine herausragende Rolle. Eine ganz besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang Carl Brendgen zu, der als erfolgreicher Ziegeleibesitzer zu den ersten gehörte, der die Entwicklungschancen der Braunkohle sehr früh erkannte und im Jahre 1891 in Kierdorf-Zieselsmaar die erste Brikettfabrik im Erftstädter Raum baute. Er sicherte damit Generationen Kierdorfer Bürger, die sich selbst zu den „ärmsten Eingesessenen“ zählten, und vielen Einwohnern der Nachbargemeinden erstmals geregelte Arbeit und ein sicheres Einkommen. Die höchst erfolgreiche Geschichte des Unternehmens endete im Zusammenhang mit dem Konzentrationsprozess und dem Strukturwandel in der Rheinischen Braunkohlenindustrie in den 50er -Jahren des letzten Jahrhunderts.

Das Buch ist erhältlich bei:
Manfred Lindenlaub lindenlaub@grigri.de

Der Preis des Buches beträgt 24,90 €.


Kierdorf in alten Bildern


Mit diesem Band haben die Herausgeber ein Buch geschaffen, das weit über die Grenzen Erftstadts Anerkennung gefunden hat. Mehr als 500 Bilder aus Privatbesitz wurden gesichtet, ausgewertet und so in die geschichtliche Schilderung der letzten 100 Jahre mit eingebaut, wodurch der Betrachter sich in die "gute alte Zeit" hineinfinden kann.
Zusätzlich wurden Senioren nach ihren Erinnerungen zum Alltagsleben befragt, und so entstand dank professioneller Tontechnik eine Audio-CD.

Beides, das Buch und die CD, geben als wichtiges Zeitdokument nachfolgenden Generationen Kenntnis über Lebensweisen ihrer Vorfahren im Alltag.

Preis 16 €



Kirchenführer St. Martinus in Kierdorf



Der Kirchenführer, verfasst von Peter Kievernagel und herausgegeben von der katholischen Kirchgemeinde St. Martinus Kierdorf, zeigt auf liebevolle Weise alles Wissenswerte über die Kirche. Er befasst sich mit dem Bau und den aufwendigen Restaurierungen, dem Turm mit den Glocken, dem Innenraum mit Altar, Orgel, Kirchenfenstern und Kreuzweg, sowie dem Außengelände mit den Grabkreuzen des alten Friedhofs, den Fußfällen und dem Mahnmal.
Kurze einprägsame Texte, ergänzt durch hochwertiges Bildmaterial geben dem Betrachter Auskunft über ein ständiges Engagement von Pfarrern und Bürgern, die Kirche als zentralen Mittelpunkt des Ortes zu erhalten und zu verschönern.

Der Kirchenführer liegt in der Kirche aus und ist auch im Pfarrbüro zum Preis von 3,50 Euro erhältlich


Kleiner Krippenführer St. Martinus Kierdorf


Das Titelbild zeigt eines der fünf neuen Fenster im Seitenschiff der Pfarrkirche der kath. Pfarrgemeinde Kierdorf. Sie stellen den "freudenreichen Rosenkranz" dar und zeigen auf dem rechten Seitenschiff-Fenster die Geburt Jesu.

Peter Kievernagel hat dieses Bild für die kleine Broschüre über die Krippen der Pfarrgemeinde mit Bedacht ausgewählt. In dem 24 Seiten starken Bildband geht er auf die geschichtliche Entstehung der Weihnachtskrippen und besonders auf die ehemaligen und derzeitigen Krippen der katholischen Pfarrgemeinde St. Martinus ein.

Dieses liebevoll zusammengestellte Werk ist für Interessierte im Pfarrbüro der kath. Pfarrgemeinde St. Martinus in Kierdorf erhältlich.



Josef Weitensteinerr


Josef Weitensteiner (1924 – 1986), der lange Zeit in Kierdorf wohnte, hat mit seinem hervorragenden künstlerischen Schaffen einen nachhaltigen Ruf erlangt. Unvergessen ist bis heute sein künstlerisches Wirken als Komponist, Geigenvirtuose, Konzertmeister, Musiklehrer und als Gründer eines Jugend-Sinfonie-Orchesters. Einige seiner Musikschüler haben durch ihn in eine eigene erfolgreiche Musikerkarriere gefunden. Sein Gesamtwerk umfasste neben Sinfonien-, Kammer- und Kirchenkonzerten auch 70 dokumentierte Skulpturen und Reliefs, die von seiner zusätzlichen Begabung als Holz- und Metallbildhauer zeugten. Die Mitarbeit an zahlreichen Schulopern zeigt seine Begeisterung für die Arbeit mit jungen Menschen.
Anlässlich seines 20. Todesjahres fanden 2006 im Lechenicher Stadthaus und im Atelier Moritz-Marten zwei Ausstellungen statt, die sein großartiges Lebenswerk würdigten. Hier hat der Geschichtskreis Kierdorf unter Federführung von Harald Dudzus in einer umfangreichen Recherche ein Werksverzeichnis erstellt, das neben den bekannten Werken auch bisher unveröffentlichte Kompositionen beinhaltete. Bei seiner Arbeit waren dem Geschichtskreis Kierdorf neben Frau Margareta Weitensteiner auch andere renommierte Musikwissenschaftler und Kunsthistoriker behilflich.
Mehr als 350 kulturinteressierte Besucher sahen erstmals in vollem Umfang seine Werke, hörten seinen Kompositionen und hatten große Freude an einem Wiedersehen alter Bekannter und Weggefährten. Auch die lokale Presse und Radio Erft berichteten ausführlich über das künstlerische Wirken.

Das Buch zur Ausstellung (komplette Werksverzeichnis A5 geheftet) ist zum Preis von 5 € erhältlich bei:
Manfred Lindenlaub lindenlaub@grigri.de






In unserem schönen Freibad und beim Geschichtskreis Kierdorf gibt es jetzt das vom Geschichtskreis Kierdorf erstellte Sonderheft zum 80sten Jubiläum zu kaufen.
Mit vielen interessanten und spannenden Seiten.
zu beziehen über Manfred Lindenlaub lindenlaub@grigri.de
zum Preis von 4 €











Hier möchten wir Ihnen Bücher unseres Partnervereins "Geschichtsverein Erftstadt" vorstellen.
Viele hier behandelte Themen betreffen auch unser schönes Kierdorf und sind sehr informativ und lesenswert.


Der erste Weltkrieg-Front und Heimat


Kleine Schriften des Geschichtsvereins Erftstadt e.V. Heft 1

Horst Matzerath (Hg.), mit Beitrag von Frank Bartsch

Vor hundert Jahren Der erste Weltkrieg-Front und Heimat im Gebiet Erftstadt

ISBN 973-3-921300-10-7; 9,95 €
Die Publikation enthält einen Vortrag von Prof. Dr. Horst Matzerath anlässlich des hundertsten Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges am 1. August 2014 zum Thema "Vor hundert Jahren: Der Erste Weltkrieg. Front und Heimat im Gebiet Erftstadt". Ziel dieses Beitrages ist es, den Krieg in seiner konkreten Auswirkung auf die Region, auf das Leben und den Alltag der Menschen zu zeigen.
Der zweite Teil von Dr. Frank Bartsch "Der Blick von außen. Lechenich in den privaten Photographien eines britischen Besatzungssoldaten im Jahr 1919" führt zeitlich und inhaltlich die Thematik fort, denn die Besetzung des Rheinlandes durch alliierte Truppen war eine direkte Folge des verlorenen Krieges. Neu entdeckte Fotos eines in Lechenich stationierten Soldaten geben aufschlussreiche Einblicke in den Lebensstil dieser Besatzung, aber auch in das Alltagsleben dieses Ortes.






Nationalsozialismus und Katholische Kirche


Schriften des Geschichtsvereins Erftstadt e.V. Band 3

Von Ursula Kisters-Honnef

Nationalsozialismus und Katholische Kirche in Erftstadt 1933 bis 1945

ISBN 978-3-921300-51-0; 25,00 €
Die vorliegende Publikation untersucht das Verhältnis von Nationalsozialismus und katholischen Kirchengemeinden der heutigen Stadt Erftstadt. Sie setzt sich auf der Basis von zahlreichen, bisher unveröffentlichten Quellen sowie Zeitzeugenberichten intensiv mit der Entwicklung des Nationalsozialismus in diesem Raum auseinander und eröffnet somit den Zugang zu einem ebenso wichtigen wie dunklen Kapitel der Geschichte dieser Region.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie es den Nationalsozialisten gelingen konnte, sich in den bis zum Ende der Weimarer Republik durch ein kohärentes katholisches Milieu geprägten Orten Erftstadts so schnell erfolgreich durchzusetzen.

Ursula Kisters-Honnef wurde mit dieser Studie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert.



Auf dem Weg zur Erftstadt


Schriften des Geschichtsvereins Erftstadt e.V. Band 2

Von Horst Matzerath (Hg.), mit Beiträgen von
Frank Bartsch, Horst Matzerath und Ralf Othengrafen

Auf dem Weg zur Erftstadt

Politik und Verwaltung im 19. und 20. Jahrhundert.
ISBN 978-3-921300-50-3; 18.00 €
Politik und Verwaltung herausstellen. Horst Matzerath behandelt die wichtigsten Linien, die zur Bildung der Stadt Erftstadt hinführen und deren weitere Entwicklung prägen. Der Fall Erft-stadt wird dabei in den Rahmen der der Gesamtentwicklung in den beiden letzten Jahrhun-derten gestellt. Frank Bartsch untersucht die Rolle der Bürgermeister von der französischen Zeit und der preußischen Zeit, d.h. bis 1945. Ralf Othengrafen charakterisiert die Entwicklung der Gemeindevertretungen bis hin zur Gegenwart.
Ein zweiter Teil dokumentiert die Grundlagen dieser Entwicklungsprozesse. Tabellen mit den Einwohnerzahlen in den einzelnen Bürgermeistereien und Gemeinden der heutigen Erftstadt zu bestimmten Zeitpunkten, geben einen Einblick in die Dynamik der Entwicklung über den Zeitraum von zwei Jahrhunderten. Grundlage für die weitere Forschung bildet auch eine Liste der Leiter der Gemeinden, seien es Bürgermeister, Gemeindevorsteher, Ortsvorsteher oder Gemeinde-/Stadtdirektoren. Den Abschluss bilden die Rathäuser bzw. Amtsgebäude der Kommunen im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die in historischen Abbildungen präsentiert werden



Kontinuität und Wandel auf dem Lande


Kontinuität und Wandel auf dem Lande.
Die rheinpreußische Bürgermeisterei Lechenich im 19. und 20. Jahrhundert

Frank Bartsch
Seiten: 812
ISBN: 3-978-944566-50-4
Preis: 21,95

Im Fokus dieser landes- und stadthistorischen Studie steht die Entwicklung der Kleinstadt im 19. und anbrechenden 20. Jahrhundert, die keineswegs homogen war. Insbesondere auf dem Land, genauer gesagt im linksrheinischen nördlichen Teil der ehemaligen preußischen Rheinprovinz, existierten zahlreiche Kleinst- und Kleinstädte, die im „Windschatten“ von Industrialisierung und Kommerzialisierung standen und die in der Stadtgeschichtsforschung bislang wenig Berücksichtigung gefunden haben.

Die Arbeit analysiert am Beispiel der Bürgermeisterei Lechenich (seit 1969 Stadt Erftstadt) das für die ländliche Bevölkerung maßgebliche urbane Zentrum, das sich unabhängig von seiner Größe und demographischen Entwicklung nach und nach spezialisierte und diversifizierte Funktionen in einem und für einen bestimmten Raum einnahm. Der exemplarische Rückblick auf die Entwicklung dieser Kommune ist ein Beitrag zur Stadtgeschichtsforschung, der auf breiter Quellenbasis struktur- und gesellschaftsgeschichtlich angelegt ist und interdisziplinär mit den Nachbarwissenschaften Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Kunstgeschichte, Architektur, Denkmalpflege, Städtebau, Stadt- und Landschaftsplanung, Stadtarchäologie, Verkehrsgeschichte und Volkskunde verknüpft ist.
An zahlreichen Stellen wird auch Kierdorf, Roggendorf, Schildgen und Zisselsmar (Zieselsmaar) sowie der Industrielle Carl Brendgen behandelt.

Frank Bartsch wurde 2010 mit dieser Studie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn promoviert.


"Eefach woa et nie …"


Schriften des Geschichtsvereins Erftstadt e.V. Band 1

Albert Esser

"Eefach woa et nie …" Landwirtschaft in Blessem während des 19. und 20. Jahrhunderts

ISBN 3-978-941037-92-2; 20,00 €
Der Autor, Albert Esser, arbeitet seit Jahrzehnten auf dem Feld der lokalen Geschichte und hat dazu zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Durch seine Herkunft und durch seine berufliche Tätigkeit als Lehrer ist er intensiv mit den lokalen Gegebenheiten vertraut. Insbesondere die Geschichte seines Heimatdorfes Blessem ist immer wieder Thema seiner historischen Beschäftigung gewesen.
Es werden Kenntnisse und Erfahrungen noch lebender Zeitzeugen verwendet. Die Geschichte der Landwirtschaft in Blessem ist auf den ersten Blick eine Spezialuntersuchung mit rein lokaler Perspektive. Sie verfolgt über den Zeitraum von zwei Jahrhunderten minutiös die Entwicklung der Landwirtschaft in ihren einzelnen Zweigen bis hin zur Gegenwart. Sie behandelt - ausgehend von Boden- und Klimaverhältnissen - die zunehmende Mechanisierung und Rationalisierung in diesem Sektor ebenso wie den Wandel im Ackerbau und in der Viehwirtschaft. Sie nimmt dabei auch die verschiedenen Akteure ins Blickfeld, neben den Landwirten selbst und ihren Organisationen die staatlich en Behörden und das Schulwesen und die Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte.



Das Bauerndorf im Umbruch



Schriften des Geschichtsvereins Erftstadt e.V. Band 4

Albert Esser

Das Bauerndorf im Umbruch

ISBN 978-3-921300-52-7; 19,00 €

Sozialer Wandel vom 19. zum 20. Jahrhundert in Blessem und Frauenthal
Der Geschichtsverein Erftstadt stellte in der Buchhandlung Köhl den 4. Band seiner historischen Reihe vor. Albert Esser hat sich lange Jahre mit der Geschichte des Erftstädter Raumes und insbesondere mit seinem Heimatdorf Blessem beschäftigt. Seine reichhaltigen Erkenntnisse über Blessem und Frauenthal in der Preußenzeit von Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg hat er als Beispiel für ein rheinisches Dorf in einem Buch zusammengefasst.
Dank der Unterstützung durch die Kreissparkasse Köln, die Volksbank Rhein-Erft-Köln und den Landschaftsverband Rheinland konnte nun der Druck des Buches fertig gestellt werden. Die Buchhandlung Köhl hat wieder den Verlag übernommen und Manfred Berger für ein ansprechendes Layout gesorgt. Eine ausführliche Vorstellung des Buches ist aufgrund der Corona-Einschränkungen zurzeit nicht möglich, wird aber sobald wieder möglich nachgeholt werden.
Nach Darstellung der politischen und verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen, die insbesondere mit der übergeordneten Bürgermeisterei Lechenich verzahnt sind, zeigt er, wie die Infrastruktur mit Wegebau, Bahnverbindungen, Melioration sowie Wasser- und Stromversorgung ausgebaut wurde. Ausführlich beschreibt er den Wandel in der Agrarstruktur, den Aufbau einer gewerblichen Mittelschicht und den rasch zunehmenden Einfluss der Braunkohlenindustrie. Die wachsende Einwohnerzahl führte zu eigenständiger Entwicklung des Dorfes mit eigener Schule, Kirche und eigenständigem Brauchtum und Vereinswesen. Im abschließenden Kapitel schildert er den Einfluss von Militär und Kriegshandlungen auf die dörfliche Gemeinschaft mit all ihren Folgen bis zum Ende des 1. Weltkrieges.
Albert Esser führt anschaulich das Dorfleben in seiner vertrauten Umgebung vor, und so manch ein Blessemer wird den einen oder anderen Vorfahren erwähnt finden. Das Buch ist nicht allein für den ortsansässigen Familien- und Heimatforscher interessant, sondern auch für den Geschichts-interessierten, der sich über das Leben auf dem Lande im 19. Jahrhundert informieren möchte. Diese Publikation steht für viele andere Dörfer des Rheinlandes, die dieselbe oder eine ähnliche Entwicklung erfahren haben. Sie zeigt anschaulich, dass auch der ländliche Bereich in diesem Zeitraum einem spürbaren Wandel unterlegen ist.
Die Arbeit stützt sich auf umfangreiche Recherchen in Archiven, eigene Unterlagen und Aussagen von Zeitzeugen. Illustriert mit zahlreichen Abbildungen spiegelt sie auf ca. 300 Seiten das Dorfleben wider.


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